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Es gibt 10 Nummer in «Die Spur des Sämanns» deren Stichwort lautet Klugheit → bei der Leitungstätigkeit.

Du hast eine Leitungsaufgabe. Bedenke dabei: Die besten und stärksten Werkzeuge werden stumpf, nutzen sich ab und sind schließlich unbrauchbar, wenn man schlecht mit ihnen umgeht.

Was richten doch Leute in Führungspositionen an, die sich über Personen und Fragen, von denen sie keine Ahnung haben, auslassen und Urteile fällen: leichtfertig, inkompetent, gern mit »markigen« Formulierungen und … bisweilen sogar mit »Vorbehalten«, die aus unguten Motiven herrühren.

Du bekleidest ein hohes Amt. Es wäre unklug von dir, das Schweigen deiner Untergebenen als Zeichen der Zustimmung zu deuten. Mache dir vielmehr klar: Du lässt es ja nicht zu, dass sie ihre Anregungen vorbringen, und kommt es doch einmal dazu, so bist du verstimmt.

Du musst dich in diesem Punkt korrigieren!

Lässt jemand zu, dass unter seinen Schafen auch Wölfe aufwachsen – dann kann er unschwer das Schicksal der Schafe erraten.

Wenn Menschen, die nach Intelligenz und christlichem Format nur Mittelmaß darstellen, ein hohes Amt übernehmen, umgeben sie sich mit Unfähigen. Ihre blinde Eitelkeit verleitet sie zu der falschen Annahme, auf diese Art könnten sie nie ihren Posten verlieren.

Im Gegensatz dazu rufen wirkliche Persönlichkeiten erstklassige Mitarbeiter in ihre Umgebung, die nicht nur fachlich kompetent sind, sondern auch ein sauberes Leben führen. Sie bilden sie aus für künftige Leitungsaufgaben. In ihrer Demut erliegen sie nicht selbstgefälliger Täuschung; denn wer anderen hilft, groß zu werden, nimmt selbst an innerer Größe zu.

Es ist unklug, einen Menschen, dessen Fähigkeiten man nicht kennt, mit einer wichtigen leitenden Aufgabe zu betrauen, etwa nach dem Prinzip: Mal sehen, wie er das macht.

Entscheidungen, die das Gemeinwohl betreffen, kann man nicht so treffen, wie man in eine Wundertüte hineingreift.

Du stehst in der Verantwortung eines Amtes und orientierst dein Handeln an dem, was die Leute sagen? Das ist Dummheit! – An erster Stelle muss dir wichtig sein, was Gott zu deinem Handeln sagen wird; erst danach – weit danach und manchmal überhaupt nicht – bleibt die Meinung der anderen zu erwägen. Denn so spricht der Herr: »Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.«

Du bekleidest ein verantwortungsvolles Amt. Bei seiner Ausübung bedenke folgendes: alles was persönlich ist, verschwindet mit der Person, die sich unentbehrlich gemacht hat.

Ein wichtiger Grundsatz, um bei Leitungsaufgaben gute Arbeit zu leisten, besteht darin, dass man Verantwortung weit verteilt. Ich meine damit nicht, dass der Verantwortliche es sich bequem machen oder anonym bleiben soll, sondern dass er von jedem einzelnen Rechenschaft über dessen Auftrag verlangt und auf diese Weise selbst »Rechenschaft ablegen« kann – vor Gott und, wo angebracht, auch vor den Menschen.

Sage von einem Untergebenen nie: »Er taugt nicht.«

Du bist es, der nicht taugt; denn du verstehst es nicht, ihn an den Platz zu stellen, wo er etwas zu leisten vermag.