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Wenn die Verteidigung der Wahrheit auf dem Spiel steht – wie kann man sich da wünschen, Gott nicht zu missfallen und doch gleichzeitig nirgendwo Anstoß zu erregen? Das ist ausgeschlossen; es gibt nur das eine oder das andere! Wirkliches Opfer muss ein Brandopfer sein, in dem alles verbrennt … auch das Gerede der Leute, ja selbst das, was man »Ansehen« und »guten Ruf« nennt.
Wie klar erkenne ich jetzt, dass die »heilige Unverschämtheit« sehr tief im Evangelium verwurzelt ist! Erfülle den Willen Gottes … und hab den Herrn vor Augen: Jesus, verleumdet … Jesus, angespuckt und geschlagen … Jesus, vor die Tribunale armseliger Menschen geschleppt … Und Jesus, der schweigt …
Vorsatz: Gegenüber Schmähungen den Kopf senken und in Erwartung weiterer Demütigungen, die sicher noch kommen werden, die göttliche Aufgabe fortsetzen, die die barmherzige Liebe des Meisters uns hat anvertrauen wollen.
Es wird einem angst und bange beim Gedanken an das Unheil, das wir anrichten können, wenn wir uns von der Furcht oder der Scham anstecken lassen, uns im alltäglichen Leben als Christen zu bekennen.
Es gibt Leute, die meinen, sie müssten sich dafür entschuldigen, dass sie von Gott oder vom Apostolat sprechen. Vielleicht, weil sie noch nicht den Wert von Charakter und Tugend entdeckt haben und zum anderen geistig verbildet und feige sind.
Vergebliche Liebesmühe, allen gefallen zu wollen. Querulanten und chronisch Unzufriedene wird es immer geben. Ein Sprichwort sagt: »Wenn es den Schafen gut geht, geht es den Wölfen schlecht.«
Lass dich nicht von einem Feind einschüchtern, dessen einzige Stärke sein aggressives Mundwerk ist!
Du lässt dich nicht darauf ein, an dieser übernatürlich ausgerichteten Unternehmung mitzuarbeiten, denn – so deine Worte – du befürchtest, nicht »anzukommen« oder irgendetwas falsch anzupacken.
Dächtest du mehr an Gott, dann lösten sich diese unsinnigen Überlegungen in Nichts auf.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/12396/ (08.05.2026)