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Es gibt 4 Nummer in «Die Spur des Sämanns» deren Stichwort lautet Heiligkeit → Heiligkeit und asketischer Kampf.

Die Heiligkeit, der wahre Eifer, sie zu erreichen, kennt keine Pausen, kennt keine Ferien.

Noch stärker hast du den Drang, sozusagen die »fixe Idee«, verspürt, heilig zu werden. Ohne zu zögern hast du dann den alltäglichen Kampf aufgenommen in der festen Überzeugung, dass du jedes Anzeichen von Spießertum mutig in dir ausmerzen musst.

Später, im betenden Zwiegespräch mit dem Herrn, wurde dir immer klarer, dass Kampf ein anderes Wort für Liebe ist. Du hast Ihn um eine tiefere Liebe gebeten, die dir die Angst vor den zu bestehenden Kämpfen nimmt, denn du wirst kämpfen – für Ihn und mit Ihm und in Ihm.

»Nunc coepi!« – Jetzt fange ich an! – Das ist der Ruf der verliebten Seele, die, mag sie treu oder kleinlich gewesen sein, in jedem Augenblick ihren Wunsch erneuert, mit ungeteilter Hingabe unserem Gott zu dienen – Ihn zu lieben!

In deinem Leben passen Verstand und Gefühl nicht zusammen.

Dein Verstand, vom Glauben erleuchtet, zeigt dir nicht nur klar den Weg, sondern auch den Unterschied zwischen einer heroischen und einer verschlafenen Art, ihn zu gehen. Vor allem lässt er dich die Größe und die göttliche Schönheit der Aufgaben erkennen, die die Allerheiligste Dreifaltigkeit in unsere Hände legt.

Im Gegensatz dazu spricht dein Gefühl auf alles an, was du eigentlich verachtest, und es tut dies sogar noch, wenn du dir die Verachtungswürdigkeit klar machst. Es ist, als ob tausend kleine Widrigkeiten nur auf die passende Gelegenheit warteten, um – sobald dein armer Wille entweder aus physischer Müdigkeit oder aus verdunkelter Sicht für das Übernatürliche schwächer wird – deine Vorstellungskraft in Beschlag zu nehmen und sich in dir zu einem Gebirge aufzutürmen, das dich entmutigt und erdrückt: nun spürst du nur noch die Härten der Arbeit, dein Widerstreben im Gehorsam, den Mangel an Hilfsmitteln, die Illusion eines sorglosen Lebens … Widerliche Versuchungen im Kleinen und im Großen suchen dich heim, die Irrlichter einer seichten Sentimentalität, die Übermüdung, der bittere Geschmack von geistlicher Mittelmäßigkeit … Und gelegentlich auch die Angst: Angst, weil du weißt, Gott will dich heilig – und du bist es nicht.

Erlaube mir, es dir mit aller Härte zu sagen: Du hast zu viele »Gründe«, um dich abzuwenden, und zu wenig Courage, um der Gnade zu entsprechen, die Er dir schenkt: denn Er hat dich dazu berufen, ein anderer Christus zu sein, »ipse Christus«, Christus selbst! Du hast die Mahnung des Herrn an den Apostel vergessen: »Meine Gnade genügt dir!« Dieses Wort ist die Gewähr dafür, dass du kannst, wenn du nur willst.

Verzeichnis der Schriftstellen
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