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Ein neues Leben
Es ist der einfache und feierliche Augenblick der Einsetzung des Neuen Bundes. Jesus setzt das alte Gesetz außer Kraft und offenbart uns, dass Er selbst der Inhalt unseres Gebetes und unseres Lebens ist.
Seht die Freude, die heute die Liturgie durchdringt: »Lob erschalle laut und freudig.«5 Es ist der christliche Jubel, der das Anbrechen einer neuen Zeit besingt: »Das Pascha des Alten Bundes ist beendet, das neue beginnt, das Neue ersetzt das Alte, die Wahrheit vertreibt die Schatten, das Licht die Nacht.«6
Es ist ein Wunder der Liebe. »Wahrhaft ist’s der Kinder Brot«7: Jesus, der Erstgeborene des Ewigen Vaters, bietet sich uns als Nahrung an. Und derselbe Jesus Christus, der uns hier stärkt, wartet auf uns, seine »Mahlgenossen, Miterben und Vertrauten«8 im Himmel, denn »jene, die Christus als Nahrung empfangen, werden wohl den irdischen, zeitlichen Tod erfahren, aber sie werden in Ewigkeit leben, da Christus das unvergängliche Leben ist«9.
Für den Christen, der sich mit dem endgültigen Manna der Eucharistie stärkt, beginnt das ewige Glück schon jetzt. Das Alte ist vergangen: Legen wir alles Vergängliche beiseite; alles soll für uns neu werden: »die Herzen, die Worte und die Werke«10.
Das ist die frohe Botschaft, die gute Nachricht. Sie ist wirklich Nachricht, denn sie ist neu, sie spricht zu uns von der Tiefe einer Liebe, die wir vorher nicht einmal ahnen konnten. Sie ist gut, denn nichts ist besser, als uns innigst mit Gott, dem höchsten Gut, zu vereinigen. Das ist die frohe Botschaft, die gute Nachricht, weil sie schon jetzt auf unsagbare Weise die Ewigkeit vorwegnimmt.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/es-cristo-que-pasa/152/ (27.04.2026)