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Der Evangelist Lukas berichtet, dass Jesus im Gebet verweilte … Wie wird wohl das Gebet Jesu gewesen sein …
Betrachte in Ruhe diese Szene: Die Jünger im Gespräch mit Jesus Christus … und in diesen Unterhaltungen lehrt Er sie – auch mit Werken –, wie sie beten sollen und wie wunderbar die göttliche Barmherzigkeit ist. Er lehrt sie, dass wir Kinder Gottes sind und dass wir uns an Ihn wenden dürfen, so wie ein Kind sich an seinen Vater wendet.
Jeden Tag beginnt deine Arbeit an der Seite Christi neu; jeden Tag auch die Sorge um die vielen Seelen, die Ihn suchen. Sei überzeugt, es gibt nur einen einzigen Weg: zum Herrn seine Zuflucht zu nehmen.
Nur im Gebet und mit dem Gebet lernen wir es, den Mitmenschen zu dienen!
Beten besteht nicht in schönen Worten, nicht in frommen Absichtserklärungen, nicht in Trostsprüchen …
Gebet – das ist mal ein Blick auf ein Bild des Herrn oder seiner Mutter, mal eine Bitte in schlichten Worten, mal das Aufopfern einer guten Tat oder die Darbringung der Früchte unserer Treue …
Wie der Soldat, der Wache hält, so müssen wir vor den Toren Gottes, unseres Herrn stehen – und das ist Gebet! Oder wie ein Hund, der zu Füßen seines Herrn liegt.
Es soll dir nichts ausmachen, Ihm zu sagen: Herr, da bin ich, wie ein treuer Hund; oder – noch besser – wie ein Eselchen, das ja nie nach einem, der es liebt, ausschlagen wird.
Wir alle müssen »ipse Christus«, Christus selbst sein. So gebietet es uns der heilige Paulus im Namen Gottes: »induimini Dominum Iesum Christum« – legt den Herrn Jesus Christus an.
Jeder von uns – auch du! – muss zusehen, wie er dieses Gewand, von dem der Apostel spricht, anzieht. Jeder muss in einem ganz persönlichen, nie versiegenden Dialog mit dem Herrn stehen.
Dein Gebet darf sich nicht in bloßen Worten erschöpfen. Es muss in die Wirklichkeit eingreifen und praktische Folgen zeitigen.
Beten ist der Weg, um alles Übel, das uns leiden macht, zu überwinden.
Das Gebet des Christen – so habe ich es immer verstanden – ist liebevolles Gespräch mit Jesus, das nicht verstummen darf, auch wenn wir weit von jedem Tabernakel entfernt sind. Denn unser ganzes Leben gleicht einem durch und durch menschlichen Liebeslied, das sich an Gott richtet …. und lieben können wir immer.
Der Geist des Gebetes, der das ganze Leben Jesu Christi unter den Menschen beseelte, lehrt uns, dass das Gebet all unseren Werken – seien sie bedeutend oder nicht – vorangehen, sie begleiten und absichern muss.
Du sagtest mir: Ich habe mir vorgenommen, den Umgang mit dem Heiligen Geist zu vertiefen und Ihn um sein Licht zu bitten.
Gut, mein Kind, doch bedenke: Der Heilige Geist ist Frucht des Kreuzes.
Bete für die ganze Welt, für die Menschen aller Rassen, aller Sprachen, aller Religionen, für alle, die nur ein dunkles Gefühl für eine höhere Macht besitzen, und für alle, die den Glauben nicht kennen.
Dieser Hunger nach Seelen ist ein unzweideutiger, offensichtlicher Erweis unserer Liebe zu Jesus und wird bewirken, dass Er zu uns kommt.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10574/ (09.05.2026)