Nur diese Aphorismen anzeigen
Er hat keine Zeit? … Um so besser. Gerade die, die keine Zeit haben, sind Christus besonders wichtig.
Wundere dich nicht und sei nicht traurig wegen seines Vorwurfs, du hättest ihn »Auge in Auge« mit Christus konfrontiert; und sei auch nicht bekümmert über seinen zornigen Kommentar: »Jetzt kann ich nicht mehr ruhig leben, bis ich eine Entscheidung getroffen habe …«
Bete für ihn … Es wäre ganz vergeblich, ihn »beschwichtigen« zu wollen: Vielleicht ist jetzt eine alte Unruhe – die Stimme seines Gewissens – in ihm aufgebrochen.
Berufungen, Herr, mehr Berufungen! Mir ist es gleich, ob die Saat meine war oder die eines anderen. – Du, Jesus, hast gesät … mit unseren Händen! – Ich weiß nur, dass Du uns reife Früchte verheißen hast: »Et fructus vester maneat!« – und eure Frucht soll bleiben!
Sprich klar und deutlich! Behaupten sie, dass du sie »einfangen« willst, antworte, dass du das natürlich willst. Aber sie können ganz unbesorgt sein; denn wenn sie keine Berufung haben – das heißt: wenn Er sie nicht ruft –, werden sie nicht kommen. Und wenn sie eine Berufung haben – ist es nicht beschämend, am Ende dazustehen wie jener junge Mann aus dem Evangelium: allein und traurig …?
Deine Aufgabe als Apostel ist groß und schön. Du befindest dich im Schnittpunkt von Gnade und Freiheit; und du bist anwesend, wenn sich im Leben so mancher Menschen das herrlichste aller Wunder ereignet: ihre Begegnung mit Christus.
Man könnte geradezu meinen, sagte jemand, dass ihr alle, jeder und jede, einzeln ausgewählt seid …
So ist es!
Mit welcher Nonchalance vernachlässigst du deine gewählte Lebensordnung! Die Aufgaben und Pflichten eines jeden Tages bringst du so oberflächlich hinter dich, dass es fast schlimmer ist, als erfülltest du sie gar nicht.
Und so willst du in der Liebe zu deiner Berufung immer mehr wachsen? So mit dieser Liebe andere Menschen anstecken?
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/10604/ (08.05.2026)