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Er schien vollkommen entschlossen zu sein … Als er sich aber hinsetzte, um den Abschiedsbrief an seine Verlobte zu schreiben, wurden Zögern und Unentschiedenheit übermächtig; der Mut verließ ihn … Das sei nur menschlich und verständlich, meinten einige. Offenbar gehört für manche die irdische Liebe nicht zu den Gütern, die man um der uneingeschränkten Nachfolge Christi willen verlassen soll, wenn der Herr darum bittet.
Mich schmerzt es, wenn Menschen, die sich Gott ganz hingegeben haben, den Eindruck erwecken oder sonst wie Anlass zu der Meinung geben, sie seien Junggesellen – wo sie doch die LIEBE selbst gewählt haben …
Zu »Junggesellen« würden sie, wenn sie nicht imstande wären, den wiederzulieben, der uns grenzenlos liebt.
Du hast deine Berufung, Gott zu lieben, sehr klar gesehen, aber nur mit dem Verstand. Du versicherst mir, du gingest deinen Weg auch mit dem Herzen … Aber gelegentlich lässt du dich ablenken und versuchst sogar zurückzublicken – ein Zeichen, dass du nicht mit ganzem Herzen dabei bist.
Läutere deine Hingabe!
Dein armes Herz! Du kannst nicht verhindern, dass dich gelegentlich peinliche, traurige, triviale Erinnerungen überkommen; im grellen irdischen Licht werfen sie dunkle Schatten auf dein Herz.
Suche sogleich einen Tabernakel auf, wirklich oder im Geiste – und du wirst das Licht, die Freude, das Leben von neuem finden.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/11075/ (08.05.2026)