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Meide alberne Beflissenheit gegenüber dem Leiter, die du gelegentlich – vielleicht unbewusst – an den Tag legst, indem du dich auch in den belanglosesten Angelegenheiten regelmäßig zum Sprachrohr für seine Vorlieben oder Ansichten machst.
Sei jedoch mehr darauf bedacht, seine Schwächen nicht bloß als Schrullen hinzustellen. Das verführt zu einer Kumpanei, die seiner Autorität schadet, oder gar zu der Taktlosigkeit, ein Fehlverhalten als witzige Eigenart anzusehen. Du würdest ihm damit einen schlechten Dienst erweisen.
Es ist taktlos, töricht und wirkt peinlich, wenn man in Anwesenheit des Betreffenden schmeichelhafte Bemerkungen über ihn macht oder seine guten Eigenschaften rühmt.
So etwas nährt leicht die Eitelkeit und kann dazu verführen, die Ehre Gottes, dem allein doch alles zu verdanken ist, zu schmälern.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/11146/ (08.05.2026)