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Es gibt Leute, die meinen, sie müssten sich dafür entschuldigen, dass sie von Gott oder vom Apostolat sprechen. Vielleicht, weil sie noch nicht den Wert von Charakter und Tugend entdeckt haben und zum anderen geistig verbildet und feige sind.
»Ihr seid alle so froh«, hörte ich jemand sagen, »so etwas hätte ich nicht erwartet.«
Seit eh und je sind die Feinde Christi auf diabolische Weise bestrebt, Gott hingegebene Menschen als »Trauerklöße« hinzustellen. Leider finden sie manchmal Bestätigung durch die triste »Tugend« einiger »guter« Christen.
Wir danken Dir, Herr, dass Du unser Leben in Dienst hast nehmen wollen, damit wir durch ausstrahlende Freude eine solch üble Karikatur auslöschen.
Und ich bitte dich auch darum, dass wir dies nie aus den Augen verlieren!
Ein gutes Kind Gottes soll sehr menschlich sein – aber nicht in der Weise, dass es rüpelhaft und taktlos wird.
Wenn der Herr dir gute Anlagen oder ein besonderes Talent geschenkt hat, dann nicht bloß, damit du sie genießt oder mit ihnen angibst, sondern damit du sie in dienender Liebe zum Nächsten entfaltest.
Und wo kannst du eine bessere Gelegenheit finden, um zu dienen, als in deiner gegenwärtigen Lage, da du mit so vielen Menschen zusammenlebst, die deine Ideale teilen?
Wie traurig ist die Lage eines Menschen, der hervorragende natürliche Tugenden besitzt, nicht aber das leiseste Gespür für das Übernatürliche. Wie leicht wird es dazu kommen, dass er jene Tugenden ausschließlich seinen persönlichen Zwecken nutzbar macht. – Denke einmal darüber nach!
»Ein großes Zeichen erschien am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.« Du und ich und wir alle sollen die Gewissheit haben, dass nichts die Persönlichkeit so sehr vervollkommnet, wie das Ja zur Gnade zu sprechen.
Gib dir Mühe, dem Vorbild Marias zu folgen, und du wirst ein Mann – eine Frau – aus einem Guss werden.
Selig bist du, weil du geglaubt hast – so preist Elisabeth unsere heilige Mutter.
Die Vereinigung mit Gott – das Leben der Gnade in uns – bewirkt immer eine anziehende Art, die natürlichen Tugenden zu üben: Maria trägt die Freude in das Haus ihrer Base, weil sie Christus »trägt«.
»Iesus Christus, perfectus Deus, perfectus Homo« – Jesus Christus, vollkommener Gott und vollkommener Mensch.
Unter den Christen in der Nachfolge des Herrn gibt es viele, die von seiner Göttlichkeit ehrfurchtsvoll ergriffen sind, aber seine Menschlichkeit vergessen. Sie bemühen sich nicht um die menschlich-natürlichen Tugenden. Deshalb scheitern sie – trotz des ganzen Aufwands an äußeren Frömmigkeitsformen –, wenn es darum geht, die übernatürlichen Tugenden zu leben.
Ich schrieb mir die begeisterte Bemerkung eines Arbeiters auf, der an einem von dir angeregten Treffen teilgenommen hatte: »Noch niemals habe ich über Charakter, Anstand, Herzlichkeit, Großzügigkeit … so sprechen hören, wie hier.« – Und er sagte dann, richtig erstaunt: »Gegenüber dem Materialismus von rechts und von links ist das hier die wahre Revolution!«
Jede Seele vermag die Brüderlichkeit zu erfassen, die Christus uns enthüllt hat. Setzen wir alles daran, dass diese Lehre nicht an Kraft verliert!
Betrachte den großen Unterschied in der Handlungsweise eines Menschen je nachdem, ob er sich von natürlichen oder von übernatürlichen Motiven leiten lässt. Im ersten Fall ist der Anfang vielversprechend, aber dann lässt der Schwung allmählich nach. Im zweiten Fall ist der Anfang auch vielversprechend … doch dann ist man bemüht, noch Besseres zu leisten.
Selbstverständlich ist es nicht »schlecht«, aus sauberen menschlichen Motiven heraus anständig zu leben. Aber wie anders ist es doch, wenn die bestimmenden Motive übernatürliche sind!
Danke, Jesus! – Danke dafür, dass Du vollkommener Mensch hast werden wollen! Dein liebendes, Dein liebenswürdiges Herz hat uns bis zur Passion, bis hin zum Tode geliebt. Es ist fähig, zu jubeln und zu trauern, es nimmt an den Lebenswegen von uns Menschen Anteil und weist uns den Weg zum Himmel; es unterwirft sich heroisch der Pflicht und lässt sich von Barmherzigkeit leiten; es wacht über die Armen und über die Reichen; es sorgt für die Sünder und für die Gerechten …
Ich danke Dir, mein Jesus! Forme unser Herz nach Deinem Herzen!
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/12797/ (08.05.2026)