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Diese Prüfung, ich bestreite es nicht, erweist sich als zu hart: immer bergauf, alles geht dir »gegen den Strich«.
Was soll ich dir raten? Sag ein ums andere Mal: »omnia in bonum«, alles, was da geschieht – »alles, was mir ge-schieht« –, ist zu meinem Besten … Darum lautet die richtige Schlussfolgerung: Das, was dir so mühselig erscheint, als segensreiche Realität anzunehmen.
Ich nenne dir das Heilmittel gegen deine innere Unruhe: Geduld, Lauterkeit der Absicht und übernatürliche Sicht.
Angst und inneren Aufruhr – weise sie von dir, sofort! Gott ist ja bei dir! Gib schon den ersten Anzeichen für derartige Reaktionen keinen Raum. Sie lassen bloß die Versuchungen an Kraft gewinnen und erhöhen die Gefahr.
Wenn du immer nur auf Gott blickst, wirst du ganz von selbst gegenüber allen Sorgen gelassen bleiben. Du lernst, die Bagatellen zu übergehen und dich von Animositäten und Missgunst fernzuhalten. So wirst du dir großen Energieverschleiß ersparen und alle Kraft auf deinen wirksamen Dienst an den Mitmenschen verwenden.
Wenn es einmal Nacht in deiner Seele wird und du fühlst, dass sie in ihrer Blindheit vor Unruhe zittert – dann schrei wie der blinde Bartimäus nach dem Licht. Rufe immer weiter, immer lauter: »Domine, ut videam!« – Herr, lass mich sehen!
Es wird wieder Tag vor deinen Augen werden, und du wirst dich des strahlenden Lichtes erfreuen, das Gott dir zurückschenkt.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/12814/ (08.05.2026)