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Wenn du den Herrn liebst, musst du »notgedrungen« die Verantwortung für die Seelen spüren, um sie zu Gott zu führen.
Ein Apostel, dem das regelmäßige Gebet nicht zur Selbstverständlichkeit wird, verfällt unausweichlich der Lauheit … und hört auf, Apostel zu sein.
Lege der Gnade keine Hindernisse in den Weg. Sei davon überzeugt, dass du, um Sauerteig zu sein, heilig werden und um die Gleichförmigkeit mit Christus ringen musst.
Einverstanden! Deine Sorge soll den anderen gelten. Aber zuallererst musst du dich um dein eigenes inneres Leben kümmern; denn andernfalls kannst du den anderen nicht dienen.
Gott der Herr will dich heilig, damit du den anderen helfen kannst, heilig zu werden. Dazu ist es aber erforderlich, dass du – ehrlich und ohne falsche Rücksichtnahme – auf dein eigenes Leben schaust, dass du auf den Herrn, unseren Gott, schaust … und erst dann den Blick auf die Welt richtest.
Oft wird auf die Gefahr der äußeren Werke ohne inneres Leben hingewiesen. Aber hinweisen müsste man auch auf die Gefahr eines geistlichen Lebens ohne Werke – falls so etwas überhaupt möglich ist.
Heiligkeit – echte Heiligkeit – lässt sich nicht einschränken; sie füllt Herz und Seele anderer Menschen mit ihrem Reichtum.
Als Kinder Gottes heiligen wir uns dadurch, dass wir andere heiligen. Verbreitest du christliches Leben in deiner Umgebung? Frage dich jeden Tag danach!
Ohne inneres Leben und ohne geistliche Bildung gibt es kein Apostolat, keine fruchtbaren Werke; die apostolische Arbeit bleibt dürftiges, vielleicht nur auf äußeren Schein gerichtetes Getue.
Wie groß ist darum unsere Verantwortung als Kinder Gottes! Wir müssen hungern und dürsten nach Gott und nach dem, was Er uns lehrt.
Zahllose Apparaturen, ja ganze Betriebe stehen still, wenn der elektrische Strom unterbrochen wird. Ebenso geht es im Apostolat: ohne Gebet und ohne Abtötung bleibt es unfruchtbar, denn nur sie erreichen das Heiligste Herz Jesu.
Das Apostolat ist deutliches Zeichen des inneren Lebens. Es gleicht dem stetigen Flügelschlag, der bewirkt, dass wir unseren ganzen Alltag in die Höhe des Übernatürlichen erheben, indem wir in alles Liebe zu Gott hineinlegen.
Jesus! Das unendliche Meer Deiner Liebe möge mein armes Herz durchfluten, seine Brandung mich ganz von meinem Elend reinigen und befreien … Ergieße die reinen, stürmischen Wasser Deines Herzens in mein Herz, das sich nach Deiner Liebe sehnt. Und wenn mein Herz Deine brennende Liebe nicht mehr zu fassen vermag, wird es zerspringen – aus Liebe sterben! Der lebendigmachende, fruchtbare Strom Deiner Liebe wird sich dann in andere Herzen ergießen, und auch sie werden die Kraft der göttlichen Fluten erfahren und glauben und lieben.
Wir wollen zu Jesus im Tabernakel gehen, damit wir Ihn tiefer erkennen und seine Lehre innerlich begreifen und so diese Nahrung auch anderen geben können.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10864/ (08.05.2026)