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Gott wartet auf dich! Deshalb sollst du alles da-ransetzen, Ihn hier an deinem Platz nachzuahmen und dich mit Ihm zu vereinigen. In Freude, in Liebe, mit Begeisterung, auch wenn dir das gelegentlich – oder auch ständig – gegen den Strich geht.
Gott wartet auf dich … und Er braucht deine Treue!
Gib dir aufrichtig Mühe, in jedem Augenblick zu tun, was Gott von dir erbittet. Hab den Willen, Ihn mit Werken zu lieben – mit kleinen Werken, die du aber niemals unterlässt.
Die Liebe erreicht alles. Ohne Liebe bringen wir nichts zustande.
Liebe! Denn sie ist das Geheimnis deiner Existenz … Liebe! Ertrage die Leiden freudig. Stärke deine Seele, festige deinen Willen. Bekräftige deine Hingabe an den Willen Gottes. Dann wird dein Leben Frucht bringen.
Wenn etwas nicht im Einklang steht mit der Haltung, die Gott von dir erwartet, dann lass sofort davon ab!
Denk an die Apostel! Sie waren schwach und mit vielen Fehlern behaftet, aber im Namen des Herrn haben sie Wunder gewirkt. Nur Judas, der vielleicht auch Wunder gewirkt hatte, verirrte sich, weil er sich aus freiem Willen von Christus abwandte und nicht bereit war, entschieden und mutig mit dem, was Gott zuwider war, zu brechen.
In Zeiten der Erschöpfung oder der Verdrossenheit wende dich vertrauensvoll an den Herrn und sage Ihm, was unser gemeinsamer Freund Ihm sagte: »Jesus, ich überlasse alles Dir … Ich habe noch gar nicht angefangen zu kämpfen und bin schon müde.«
Er wird dir seine Kraft schenken.
Ich möchte dich vor einer Gefahr warnen, die gelegentlich auftreten kann: die Versuchung zu ermüden, mutlos zu werden.
Hast du nicht immer noch frisch in Erinnerung, wie fade, ziellos, ohne Charme dein Leben war? Und wie das Licht Gottes und deine Hingabe es in Gang gebracht und mit Glück erfüllt haben?
Sei nicht so töricht, das frühere gegen das jetzige tauschen zu wollen!
Jeder Augenblick ist dazu geeignet, einen wirksamen Vorsatz zu fassen, zu sagen: Ich glaube, ich hoffe, ich liebe.
Auch die winzigste Abtötung kommt dir schon wie eine Heldentat vor. Jesus bedient sich gelegentlich deiner Schrullen und kleinen Eigentümlichkeiten, damit du dich abtötest und aus der Not eine Tugend machst.
Heilig werden wir mit dem Beistand des Heiligen Geistes, der in unserer Seele Wohnung nimmt, durch die Gnade, die uns in den Sakramenten zuteil wird, und durch einen beharrlichen aszetischen Kampf.
Wir wollen uns nichts vormachen, mein Sohn! Du und ich, wir alle – ich werde nicht müde, es zu wiederholen – werden immer, immer kämpfen müssen, bis zu unserem Lebensende. So werden wir den Frieden lieben, den Frieden weitergeben und den ewigen Lohn erhalten.
Bleibe deinen Frömmigkeitsübungen treu – mit liebendem, wenn auch trockenem Willen. Mach dir nichts daraus, wenn du dich dabei ertappst, wie du die Minuten oder Tage zählst, die noch verstreichen müssen, bis deine Andacht oder deine Arbeit zu Ende sind. Du magst wie ein bummelnder Student empfinden, der auf das Ende des Semesters wartet, oder wie ein Häftling, der schon neue Pläne für die Zeit nach der Entlassung schmiedet.
Ich wiederhole: Bleibe dabei, sei willensstark! Und meide die Versuchung, die äußeren Hilfsmittel der Frömmigkeit auch nur für einen Augenblick zu vernachlässigen.
Du weißt nicht, ob und wie weit du im inneren Leben Fortschritte gemacht hast … Wozu solche Überlegungen?
Wichtig ist, dass du beharrlich bist, dass dein Herz brennt, dass du mehr Licht empfängst und dein Horizont sich mehr und mehr weitet … Nimm voll Eifer all unsere Anliegen in dein Gebet auf; auch wenn du sie nicht genau kennst, so suche sie doch zu erahnen.
Tu jeden Tag, was du kannst, um Gott tiefer zu erkennen, den Umgang mit Ihm zu suchen, dich immer mehr in Ihn zu verlieben und an nichts anderes mehr zu denken als an seine Liebe und seine Verherrlichung.
Das wird dir gelingen, mein Kind, wenn du die Zeiten deines betrachtenden Gebetes einhältst – lass diese Zeiten niemals fallen! –; wenn du das Bewusstsein der Gegenwart Gottes stärkst mit Stoßgebeten und geistigen Kommunionen, die dich beflügeln; wenn du mit innerer Sammlung an der Heiligen Messe teilnimmst; wenn du deine Arbeit um des Herrn willen gut und gewissenhaft tust.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11982/ (07.05.2026)