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Öfters meldet sich die Versuchung, etwas Zeit für sich selbst abzweigen zu wollen …
Lerne ohne zu zaudern, diesen kleinlichen Wunsch abzulegen; läutere, wenn du ihn spürst, sofort deine Absicht!
Ich habe schon immer gedacht, dass viele ihren Widerstand gegen die Gnade mit »morgen« oder mit »später« umschreiben.
Traurigkeit und innere Unruhe wachsen proportional zur vergeudeten Zeit. Wenn du aber heilige Ungeduld empfindest, die Zeit wirklich auszuschöpfen, bist du voller Freude und Frieden – denn du denkst dann nicht mehr an dich selbst.
Wenn du Stunden und Tage vergeudest, wenn du die Zeit totschlägst, öffnest du dem Teufel Tür und Tor deiner Seele. Du lädst ihn auf diese Weise sozusagen ein: »Bitte, fühle dich hier ganz wie zu Hause!«
Dass es schwer ist, Zeitvergeudung zu vermeiden – ja, ich gebe es zu … Aber denke daran, dass der Widersacher – »die anderen« – sich niemals Ruhe gönnen.
Erinnere dich außerdem an das Wort des Paulus, dieses wahren Meisters der Gottesliebe: »Tempus breve est!« – Das Leben zerrinnt uns unter den Händen, und keiner kann es zurückholen.
Wenn du an dein vergangenes Leben denkst – ein Leben ohne Höhen und Tiefen –, dann mache dir klar, wie viel Zeit du verloren hast, und frage dich auch, wie du sie zurückgewinnen kannst – durch Buße und eine tiefere Hingabe.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/10344/ (08.05.2026)