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Die letzten Tage, sagtest du mir, seien so herrlich wie noch nie gewesen. – Meine spontane Antwort war: Weil du dich mehr als sonst hingegeben hast.
Seitdem du Ihm dein »Ja« zur Antwort gabst, ändert im Laufe der Zeit der Horizont seine Farbe: er wird jeden Tag schöner, weitet sich und erstrahlt immer herrlicher. Aber du musst dieses »Ja« immer wieder neu sprechen …
Du bist verjüngt! Tatsächlich wirst du gewahr, dass der Umgang mit Gott dir schon binnen kurzer Zeit die glückliche Ungezwungenheit deiner Jugend zurückgebracht hat und dass dir sogar die wunderbare Geborgenheit deiner geistlichen Kindschaft wiedergeschenkt wird – und doch weitab von jeglicher Kinderei. Du blickst dich um und stellst fest, dass es auch den anderen so ergeht. Seit ihrer Begegnung mit dem Herrn sind Jahre vergangen, und jetzt, in Alter und Reife, sind ihre Jugendlichkeit, ihre Herzensfreude unverwüstlich stark geworden. Sie wirken nicht nur jung: sie ›sind‹ jung und froh!
Diese Wirklichkeit des inneren Lebens ist es, die die Menschen anzieht, ihnen Mut macht und sie schließlich überwältigt. Richte jeden Tag dein Dankgebet »ad Deum qui laetificat iuventutem«, an Gott, der deine Jugend erfreut.
Die Gnade Gottes fehlt dir nicht. Wenn du ihr entsprichst, dann kannst du dich vollkommen sicher fühlen.
Von dir hängt der Sieg ab: Wirken dein Mut und dein Elan mit der Gnade zusammen, dann sind Optimismus und Siegesgewissheit vollauf begründet.
Gestern gehörtest du vielleicht noch zu denen, die verbittert ihre Hoffnungen begraben hatten, die in ihren menschlichen Erwartungen enttäuscht waren. Heute, nachdem Er in dein Leben getreten ist – Dank Dir, mein Gott! –, lachst du und singst und strahlst überall, wo du hinkommst, Freude, Liebe und Glück aus.
Danke Gott dafür, dass du froh bist – danke Ihm mit jener tiefen Freude, die sich nie lautstark kundtut.
Mit Gott – so überlegte ich – erscheint mir jeder neue Tag reizvoller, und zwar »Schritt für Schritt« und »Stück für Stück«: heute fällt mir dieses wunderbare Detail auf, morgen entdecke ich einen Ausblick, den ich bis dahin nicht wahrgenommen hatte … Wenn das so weitergeht – wer weiß, was mir im Laufe der Zeit noch begegnen wird …
Dann vernahm ich in mir die Zusicherung Gottes: Deine Freude wird Tag für Tag wachsen, denn du wirst dich auf das erhabene Abenteuer, auf das dicke »Knäuel von Überraschungen«, in die ich dich hineingeführt habe, immer tiefer einlassen. Und du wirst erfahren, dass ich dich nicht verlasse.
Die Freude folgt aus der Hingabe, und mit jeder neuen Runde des Eselchens am Schöpfrad wird sie neu bekräftigt.
Welch unwandelbare Freude in dir, weil du dich Gott hingegeben hast! … Und wie sehr muss es dich drängen, muss es deinen Eifer anspornen, alle an deiner Freude teilhaben zu lassen!
Du hast dich entschieden, mehr aus nüchterner Überlegung als in feuriger Begeisterung. Gerne hättest du etwas »empfunden«, aber dazu war einfach kein Raum … Du gabst dich hin, als du davon überzeugt warst, dass Gott es so wollte.
Von jenem Augenblick an hast du keine wirklichen Zweifel mehr »empfunden«, wohl aber eine ruhige, gelassene Freude, die gelegentlich überschäumt. So belohnt Gott die mutigen Taten der Liebe.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/11453/ (08.05.2026)