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Du fragst dich häufig, warum Menschen, die schon als Kinder das Glück hatten, den wahren Jesus ken-nenzulernen, so sehr zögern, Ihm das Beste zu geben, was sie haben, ihr Leben, ihre Familie, ihre Träume, ihre Zukunftspläne …
Überleg einmal: Du, der du »alles« auf einmal erhalten hast, du musst dem Herrn in der Tat unendlich dankbar sein, etwa so wie ein Blinder, der plötzlich das Augenlicht zurückerlangt, indes die anderen nicht einmal auf den Gedanken kommen, dass sie eigentlich dankbar sein müssten, weil sie seit eh und je sehen.
Und doch … das genügt nicht: Du musst Tag für Tag den Menschen deiner Umgebung dabei helfen, sich dafür dankbar zu erweisen, dass sie Kinder Gottes sind. Andernfalls sag mir nicht, dass du selbst dankbar bist.
Denke in Ruhe darüber nach: Was man von mir erbittet, ist im Grunde sehr wenig, verglichen mit dem, was mir geschenkt wird.
Du sprichst vom Gipfel … Für eine Seele, die sich Gott hingibt, wird alles zum erstrebenswerten Gipfel: Sie entdeckt jeden Tag neue Ziele, weil sie der Liebe Gottes keine Grenzen setzen will, noch kann.
Was das Gleichnis von den zum Gastmahl Geladenen erzählt, wiederholt sich dauernd. Die einen haben Angst; die anderen sind zu beschäftigt; und viele flüchten sich in dumme Ausreden.
Sie sträuben sich … Und was bleibt ihnen schließlich? Abgestumpftheit, Lustlosigkeit, Langeweile, Verbitterung … Dabei ist es so leicht, die göttliche Einladung jedes einzelnen Augenblicks anzunehmen und froh und glücklich zu leben!
Die Gnade Gottes fehlt dir nicht. Wenn du ihr entsprichst, dann kannst du dich vollkommen sicher fühlen.
Von dir hängt der Sieg ab: Wirken dein Mut und dein Elan mit der Gnade zusammen, dann sind Optimismus und Siegesgewissheit vollauf begründet.
Viele Christen wären Apostel – wenn sie keine Angst hätten.
Es sind dieselben, die sich dann beklagen, der Herrgott lasse sie im Stich. Und wie verhalten sie sich Gott gegenüber?
Gewissensbisse, weil wir etwas Gutes unterlassen haben, sind ein Zeichen dafür, dass es Wille Gottes war, es nicht zu unterlassen.
Stimmt. Sei außerdem sicher, dass dir mit der Gnade Gottes auch das »Können« nicht versagt geblieben wäre.
»Helft dem Heiligen Geist nur nicht zu sehr nach!« meinte ein Freund im Spaß, aber doch mit viel Angst.
Ich denke, war meine Antwort, dass wir Ihm recht wenig »nachhelfen«.
Ich habe schon immer gedacht, dass viele ihren Widerstand gegen die Gnade mit »morgen« oder mit »später« umschreiben.
Tage des Schweigens, Tage der spürbaren Gnade … Gebet vor Gott, von Angesicht zu Angesicht …
Ein Dankgebet stieg in meinem Herzen auf, als ich sah, wie Menschen mit der Last ihrer Jahre und ihrer Erfahrungen sich der göttlichen Nähe öffneten. Sie freuten sich wie Kinder über die Möglichkeit, ihr Leben doch noch in einer Weise fruchtbar werden zu lassen, die alle Irrwege und Versäumnisse der Vergangenheit tilgen könnte.
Mit dieser Perspektive vor Augen habe ich dich inständig ermahnt: Höre in deinem inneren Leben niemals auf zu kämpfen!
»Ein großes Zeichen erschien am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.« Du und ich und wir alle sollen die Gewissheit haben, dass nichts die Persönlichkeit so sehr vervollkommnet, wie das Ja zur Gnade zu sprechen.
Gib dir Mühe, dem Vorbild Marias zu folgen, und du wirst ein Mann – eine Frau – aus einem Guss werden.
In diesem Fall, wie in vielen anderen Fällen, regen sich die Menschen, und jeder meint, er sei im Recht – und Gott lenkt sie. Mit anderen Worten: Jenseits aller persönlichen Motive jedes einzelnen wird am Ende die unerforschliche, liebenswerte Vorsehung Gottes triumphieren.
Lass dich also vom Herrn »lenken«, und widersetze dich nicht seinen Plänen, auch wenn sie deinen vermeintlich so wichtigen Vorstellungen zuwiderlaufen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/11685/ (08.05.2026)