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Die Arbeit ist die ursprüngliche Bestimmung des Menschen und ein Segen Gottes. Sie als eine Strafe anzusehen, ist ein beklagenswerter Irrtum.
Gott, der beste Vater aller Väter, gab dem Menschen das Paradies zur Wohnstätte, »ut operaretur« – damit er arbeite.
Studium, Arbeit: unerlässliche Pflichten für jeden Christen; Mittel, um uns gegen die Feinde der Kirche zu verteidigen; Wege, um durch unser berufliches Ansehen so viele gute Menschen zu gewinnen, die unter ihrer Isolation, in der sie sich abmühen, leiden. Wer inmitten der Welt Apostel sein will, für den sind Studium und Arbeit sehr wesentliche Voraussetzungen, um wirken zu können.
Ich bitte Gott, dass die Kindheit und Jugend Jesu dir als Vorbild dienen: Sowohl was das Gespräch mit den Gelehrten im Tempel als auch was die Arbeit in der Werkstatt Josefs betrifft.
Von den dreiunddreißig Jahren, die Jesus lebte, waren dreißig Jahre der Stille und Verborgenheit, der Unterordnung und der Arbeit …
Ein junger Mann schrieb mir: »Mein Ideal ist so groß, dass nur das Meer es fassen kann.« – Ich antwortete ihm: Und was sagt dir der »kleine« Tabernakel … und die »einfache« Werkstatt von Nazareth?
In der Größe des Alltäglichen – dort wartet Er auf uns!
In den Augen Gottes ist keine Arbeit, für sich genommen, »groß« oder »klein«. Allein die Liebe, mit der sie getan wird, bestimmt ihren Wert.
Jener Priester, unser gemeinsamer Freund, hat mich überzeugt. Als er von seiner apostolischen Arbeit sprach, versicherte er mir, dass es keine Tätigkeiten gibt, die unwichtig sind. »Denn«, so sagte er, »diese blühende Arbeit hier verdanken wir dem stillen Bemühen sehr vieler Menschen, die intensiv arbeiten und beten. Damit haben sie vom Himmel den Strom der Gnade herabgerufen, der alles zum Blühen bringt.«
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/12564/ (08.05.2026)