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Der »Heroismus« der Arbeit besteht darin, jede Aufgabe wirklich zu Ende zu bringen.
Lass es mich nochmals bekräftigen: In der Schlichtheit deiner gewöhnlichen Arbeit, in dem immerfort sich wiederholenden Kleinkram des Alltags musst du das große und neue Geheimnis entdecken, das vielen Menschen verborgen bleibt: die göttliche Liebe.
Es ermutigt dich sehr, sagst du mir, dir vorzustellen, wie viele Geschäftsleute sich wohl schon seit der Zeit der Urchristen geheiligt haben.
Du willst beweisen, dass das auch heute möglich ist … Der Herr wird deinem Bestreben seinen Beistand nicht versagen.
Auch du hast eine Berufung zum Beruf. Sie ist ein »Stachel«, der dich zu arbeiten antreibt, und damit zugleich der »Angelhaken«, um Menschen für Christus zu »fischen«.
Läutere deshalb immer deine Absicht und strenge dich an, in deiner Arbeit für Gott und die Menschen ein hohes berufliches Prestige zu erlangen. Der Herr rechnet nämlich auch damit!
Um die Dinge zu einem guten Ende zu bringen, müssen sie zunächst einmal in Angriff genommen werden.
Dies klingt banal; und doch fehlt dir oft gerade diese einfache Entschlossenheit – und wie sehr freut sich der Teufel über deine Unwirksamkeit!
Eine nach professionellen Maßstäben stümperhafte Arbeit kann nicht geheiligt werden; denn wir dürfen Gott keine schlecht verrichteten Werke darbringen.
Wenn jemand fortwährend die Kleinigkeiten missachtet, kann es dahin kommen, dass er trotz rastlosen Schaffens letztlich doch ein Faulenzer ist …
Du hast mich gefragt, was du Gott darbringen kannst. Ich brauche nicht lange zu überlegen: Das, was du sonst auch tust, nur jetzt besser ausgeführt und mit einer Liebe, die dich mehr an Ihn als an dich selber denken lässt – vollendet.
Du begreifst immer mehr, sagst du, was »priesterliche Seele« bedeutet … Sei mir wegen meiner Antwort nicht böse: Deinem Handeln nach zu urteilen, begreifst du es nur in der Theorie. Denn jeden Tag ergeht es dir gleich: Bei der abendlichen Gewissenserforschung lauter gute Wünsche und Vorsätze; aber bei deiner Arbeit, vor- und nachmittags, lauter Einwände und Ausreden.
Meinst du tatsächlich, dass du so denen beizuzählen bist, die, wie der Apostel Petrus schreibt, aufgebaut werden »zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen«?
Es ist schon immer so gewesen: Eifersucht, Misstrauen, Neid treffen häufig den, der intensiv arbeitet, mag er dabei auch noch so rechtschaffene und saubere Beweggründe haben.
Falls du in leitender Stellung bist, denke daran: Vorurteile, die gewisse Kollegen gegen einen der Ihren in Umlauf bringen, sind kein Grund, um sich von dem so Abgestempelten zu trennen – eher ein Hinweis darauf, dass er für größere Aufgaben in Frage kommen könnte.
Der Herr hat ein Recht darauf – und für uns ist es eine Pflicht –, dass wir Ihn »zu jeder Zeit« verherrlichen. Wenn wir also unsere Zeit vergeuden, stehlen wir Gott die Ehre.
Freudig arbeiten heißt nicht, leichtfertig und oberflächlich arbeiten, so als ob man sich einer hinderlichen Last zu entledigen hätte.
Achte darauf, dein Tun nicht durch Gedankenlosigkeit oder Leichtsinn zu entwerten, damit du der Gefahr entgehst, am Ende mit leeren Händen vor Gott dazustehen …
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/12575/ (08.05.2026)